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#NeinheißtNein

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“
– Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.Schon in der Vergangenheit forderten Frauenrechtsbewegungen die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern, wie z.B. das Recht auf Bildung, Arbeit, eigenen Besitz und politische Mitbestimmung. Trotzdem ist es Tatsache, dass Frauen häufiger benachteiligt werden als Männer. Sie leben häufiger in Armut, lernen weniger lesen und schreiben und haben meist einen schlechteren Zugang zu medizinischer Versorgung, Ausbildung und Arbeitsplätzen.Wir leben im 21. Jahrhundert und denken, dass wir das Schlimmste überwunden haben, doch dem ist nicht so!
Gewalt und Diskriminierung gehören zum Alltag vieler Frauen.Hier ein paar Beispiele der Menschenrechtsverletzungen an Frauen:- Handel mit Frauen als billige Arbeitskräfte, Katalogbräute und Zwangsprostituierte
– Nichtanerkennung der Verfolgung von Frauen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit als Asylgrund
– Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes von Frauen über ihren Körper, z.B. Zwangssterilisationen und genitale Verstümmelung
– Sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen
– Abtreibung von weiblichen Föten
– Zerstückelung und Vermarktung des weiblichen Körpers durch Gen- und Reproduktionstechniken(Und das sind nur wenige Beispiele dafür, wie mit Mädchen und Frauen weltweit immer noch umgegangen wird.)Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen! Frauen haben das Recht auf ein Leben in Würde, ohne Angst und Not. Aus diesem Grund müssen wir zusammenhalten und dagegen agieren. Wir dürfen nicht einfach unseren Mund halten und weg gucken. Wir müssen uns gegenseitig aufklären. Aufklären über unsere Rechte!
Und an alle Frauen, die nicht betroffen sind: Solche Handlungen dürfen uns nicht egal sein!Zusammen müssen wir denen helfen, die sich selbst nicht zu helfen wissen. Nur so können wir etwas erreichen!Und wer jetzt denkt: „Das ändert doch sowieso nichts.“, der liegt falsch! Gemeinsam haben wir schon so viel geschafft:
Erst kürzlich (am 07.07.2016) erreichte das Aktionsbündnis „Nein heißt Nein“, welchem das Deutsche Komitee für UN Women angehört, eine Reformierung des Sexualstrafrechts im Deutschen Bundestag. Es wurden einige Änderungen vorgenommen, u.a. dass sexuelle Handlungen gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person unter Strafe fallen. Diese Neufassung soll vor allem Taten erfassen, bei denen der Täter ein Überraschungsmoment ausnutzt (hier nochmal im Detail zum Nachlesen: https://www.unwomen.de/aktuelles/aktuelle-nachrichten/neinheisstnein-einstimmig-im-bundestag-verabschiedet.html).
Meiner Meinung nach war das ein bedeutender Schritt, der zeigt, dass diese Reformierung längst überfällig war. Es zeigt, dass wir gemeinsam etwas erreichen können, wenn wir nur zusammenhalten.

Mädchen und Frauen haben außerdem ein Recht auf persönliche Hilfe und Beratung, wenn sie in Not sind:
Anonyme und kostenlose Beratung bekommt man deutschlandweit über das Hilfetelefon unter der Nummer „08000 116 016“. Bei Bedarf werden hier auch Dolmetscherinnen in 15 weiteren Sprachen herbeigezogen.
Alternativ kann man sich auch Unterstützung bei dem Kinderrechteforum (http://www.kinderrechteforum.org/) holen. Dafür ganz einfach eine Mail an info@kinderrechteforum.org schreiben.
Denkt immer daran: Gemeinsam können wir so vieles erreichen! Wir haben nicht nur das Recht, sondern auch die Kraft uns zu wehren, denn Nein heißt Nein!

Lena Büter

Lena kommt aus Schortens, einer Kleinstadt in Niedersachsen. Sie hat vor kurzem ihr Abitur gemacht und ist bereits seit einiger Zeit freie Mitarbeiterin bei einem Radiosender. Außerdem schreibt sie gelegentlich für ein paar regionale Zeitungen. Lena ist seit Mitte 2015 beim KRF ehrenamtlich engagiert und berichtet im Blog über verschiedenste Themen.

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