Am 1. Juni 2019, dem Internationalen Kindertag, wurde erneut das Peace x Peace (gesprochen Peace by Peace) Festival in Berlin veranstaltet. Das Festival ist Europas größtes Benefizkonzert für Kinder und lief nun schon zum dritten Mal unter dem passenden Motto: “Your Voice for Children!”.  

Was macht das Festival so interessant?

Alle Künstler*innen verzichten auf ihre Gage – die Erlöse kommen Kindern im Krieg und auf der Flucht sowie benachteiligten Kindern in Deutschland zugute. Bei den letzten beiden Ausgaben der Veranstaltung konnten so bereits über 800.000 Euro für notleidende Kinder gesammelt werden. Kein Wunder, wenn Bands wie SEEED, die Beatsteaks und Herbert Grönemeyer zu sehen sind. Dieses Jahr waren Künstler*innen wie Lena Meyer-Landrut, Adel Tawil, Gentleman, Silbermond, Alligatoah, Fettes Brot, Nico Santos und viele mehr dabei und haben den Gästen strahlende Augen und jede Menge Spaß bereitet.

Wer steht dahinter?

Anlässlich der Flüchtlingskrise im Jahr 2013 haben sich die beiden Freunde Fetsum Sebhat und Teddy Tewelde zusammengesetzt und beschlossen, geflüchtete Kinder zu unterstützen. Fetsum selber ist Musiker und so kam die Idee auf, Menschen durch die Musik zusammenzubringen – und das alles für einen guten Zweck. Die Idee des Peace x Peace Festivals wurde geboren.

Beide Gründer haben selber Fluchterfahrungen: Sie sind mit ihren Eltern aus Eritrea nach Deutschland gekommen und haben einen Teil ihrer Kindheit auf der Flucht verbracht. In Deutschland haben sie die Möglichkeit bekommen, in Frieden aufzuwachsen und eine eigene Existenz aufzubauen. Deswegen möchten sie heute etwas zurückgeben und setzen sich dafür ein, Kindern in derselben Situation eine Perspektive zu geben. Dabei beschränken sie sich aber nicht auf geflüchtete Kinder, sondern möchten, dass alle Kinder gemeinsam aufwachsen und die gleichen Chancen haben.

Das ist ganz einfach die Pflicht von Bürgern einer globalen Welt – wenn ich sehe, anderen geht es nicht so gut, dann helfe ich. Wenn man nur einer Person hilft, dann hilfst du der Welt. Manche können das mit Geld machen, andere mit Ideen oder auch mit Zeit. 

Fetsum Sebhat

Durch die Idee des Festivals wurde der in Berlin ansässige Verein, die PxP Embassy e.V.,  gegründet und heute gibt es mehrere kleinere Projekte, die von Festum und Teddy durchgeführt werden. Alle stehen unter dem Motto: A.C.E. 3 – All Children Empowered through Empathy and Education. Alle Kinder müssen die Chance auf Bildung und Empathie bekommen – denn Kinder sind unsere Zukunft. Aber gerade Kindern, die vor Gewalt und Armut fliehen müssen, wird das elementare Recht auf eine Kindheit vorenthalten. Was sie brauchen, ist Schutz, Frieden und Bildung – dafür setzen sich die Veranstalter und Künstler*innen des Peace x Peace Festivals ein.

 

Wie ist die Situation von Kindern auf der Flucht?

Knapp 69 Millionen Menschen sind auf der Flucht oder befinden sich in flucht ähnlichen Situationen – 52% davon sind unter 18 Jahre alt. In Kriegsgebieten gibt es viele Gefahren für diese Kinder: Sie werden als Kindersoldaten rekrutiert, müssen lange und schwer für ihr Überleben arbeiten oder werden vergewaltigt und zwangsverheiratet. Diese Erfahrungen und Erlebnisse hinterlassen oft schwere seelische Wunden und können die Entwicklung eines Kindes nachhaltig beeinträchtigen. Die Zukunft ist ungewiss, häufig werden Kinder und Eltern getrennt und Kinder müssen sich alleine durchschlagen und in einem neuen Land orientieren. Glücklicherweise gibt es Menschen wie Fetsum, Teddy und viele andere, die ihren Teil für die Verbesserung dieser Situation beitragen.

Jeder Mensch kann sich für Kinder, die sich auf der Flucht befinden oder in Armut leben müssen, einsetzen und ihnen helfen. Ob in einem Ehrenamt, durch finanzielle Spenden oder durch ein einfaches Festivalticket.

Über Uns

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Kosima Kosak

Kosima ist seit 2018 beim KRF und engagiert sich ehrenamtlich im Fachbereich Projekte. Dort entwickelt sie unter anderem mit weiteren Teamkolleg*innen neue Projekte, Veranstaltungen und Aktion. 
Sie studiert außerdem Erziehungswissenschaft und arbeitet als persönliche Assistenz für einen jungen Mann mit Behinderung. Vor ihrer Zeit beim KRF war sie im Ausland und hat dort Praktika gemacht, gearbeitet und ist gereist.