Das Jahr 2019 markiert das 30-jährige Jubiläum der UN-Kinderechtskonvention. Während auf der politischen Bühne der Diskurs über die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz im Gange ist, ist auf den Straßen die Zunahme von Jugendengagement unübersehbar.

Gerade bei politischen Themen wie dem Klimawandel oder dem Kampf gegen steigenden Rechtsextremismus, herrscht weltweit ein großes Interesse bei jungen Menschen, über die eigene Zukunft mitzubestimmen.

Seit die schwedische Schülerin Greta Thunberg eine weltweite Bewegung in Gang setzte, machen sich jeden Freitag tausende junge Menschen für den Klimaschutz stark. Somit wird zum einen direkt eine nachhaltige, grünere Zukunft gefordert, zum anderen machen die Kinder und Jugendlichen von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung und Informationsfreiheit Gebrauch und verschaffen sich Gehör.

In Zeiten blühender Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremer Vereinigungen ist die Bedeutung und Notwendigkeit jungen Handelns so wichtig wie noch nie zuvor. Ob Jugendbegegnungsstätten, Beratungsstellen oder sonstige andere online Angebote: Viele Jugendliche haben dem Rechtsextremismus den Kampf angesagt.

Heutzutage, wo die Politik so fern ab von den Bedürfnissen junger Menschen zu sein scheint, haben Kinder und Jugendliche ein besonders großes Interesse daran, in Entscheidungen, die sie betreffen, mit einbezogen zu werden. Zugleich war es nie zuvor so einfach wie heute, sich aktiv für die eigenen Anliegen einzusetzen  – und das ist auch gut so. Eine besondere Rolle spielen hierbei natürlich auch Social Media und Co. Mehr als ein Drittel der 14- bis 21-Jährigen engagieren sich bereits gesellschaftlich. Das zeigen Untersuchungen des Freiwilligensurvey, der regelmäßig bürgerschaftliches Engagement ermittelt. (DZA, 2019)

Das KinderRechteForum gUG (KRF) setzt sich nun seit 2014 für die Verwirklichung der Kinderrechte ein und zeigt auf, wie Kinderrechte und Engagement verbunden und aktiv gelebt werden können. Als Vermittler zwischen Kindern und der Politik bietet das KRF vielfältige Möglichkeiten für Jugendengagement. Die Motivation und die Unterstützung, seine eigenen Projekte aufzubauen und durchzuführen, bilden einen großen Teil der Engagementförderung. Bei den Jugendgipfeln werden Kinder und Jugendliche über Engagement aufgeklärt und dazu motiviert, ihre Interessen zu vertreten und eigene Ideen zu entwickeln. Eine direkte Zusammenarbeit und ein Austausch mit Kindern findet außerdem regelmäßig durch Workshops, Projektwochen und Kinderrechtefeste statt. Insbesondere in den Bereichen Familie, Soziales und Bildung bietet das KRF jungen Menschen täglich eine Möglichkeit, sich aktiv für ihre Rechte einzusetzen.

Hinweis: 

Dieser Artikel wurde erstmalig auf der Webiste von engagement macht stark unter: https://www.engagement-macht-stark.de/aktuelles/detail/30-jahre-kinderrechtskonvention/ veröffentlicht.