Heute sind wir das vierte und vorerst letzte Mal an der Grundschule in der Riphahnstraße in Köln. In den vergangenen Wochen haben wir einmal wöchentlich mit den Kindern die verschiedenen Facetten einer demokratischen Gesellschaft behandelt. Besonders wichtig war uns während der gesamten Workshopreihe die abstrakten Begriffe wie Demokratie, Meinungsfreiheit und Kinder, Grund– und Menschenrechte in der gemeinsamen Arbeit mit den Kindern zu erarbeiten:

Am ersten Workshoptag sind wir thematisch eingestiegen und haben mit den Kindern besprochen, wo sie im Alltag Demokratie erleben. Um die alltägliche Relevanz von demokratischen Werten zu vermitteln, haben wir mit großen Zetteln gemeinsam gebrainstormt. 

Der zweite Workshoptag hat das Thema Diversität und Vielfalt behandelt. Vor allem ging es darum, dass die Kinder über Unterschiede hinweg feststellen, dass es Gemeinsamkeiten gibt, die sie miteinander verbindet. Dazu haben wir Skizzen von Körperumrissen angefertigt, die von den Kindern beschriftet wurden. 

Besonders einprägsam ist mir in dem Zusammenhang die Aussage eines Kindes geblieben 

Wäre nicht schön, wenn alle gleich wären. Schön, dass alle anders sind! 

Die Bedeutung der Meinungsfreiheit sowie die allgemeine Besprechung der Grundrechte sowie im konkreten die Rechte von Kindern bildeten den Inhalt des dritten Workshoptages.  

Den heutigen Tag nutzen wir dafür, um das Gelernte zu wiederholen und zum abschließenden Austausch über den Workshop. Die Meinung der Kinder hatte für uns während der gesamten Workshopreihe die höchste Priorität. Am Ende jedes Tages wurde eine Zielscheibe genutzt, auf welcher die Kinder ihren Eindruck vom Workshoptag abbilden konnten. Dazu wurden die Fragen gestellt: 

  • Wie viel Spaß hat euch der Workshop gemacht? 
  • Wie viel Neues habt ihr gelernt? 
  • Wie findet ihr die Workshopleitung? 

Die Rückmeldungen waren über die Workshoptage hinweg überaus positiv, wie das Foto einer solchen Tafel zeigt.

Auch übergeben uns die Kinder am heutigen Tag als Dankeschön selbstgemalte Bilder. Damit schließen wir die Workshopreihe mit dem guten Gefühl ab, die Kinder mit dem Thema Demokratie in Kontakt gebracht zu haben.  

Zunächst wurde DEP an zwei Grundschulen in Köln durchgeführt. Gefördert wurde das Pilotprojekt unter anderem von dem LVR-Landschaftsverband Rheinland und der Bürgerstiftung Köln und fand im Zeitraum vom 25. September 2020 bis zum 31. Dezember 2020 statt.  

Die vielen überaus positiven Rückmeldungen der Kinder und auch der Wunsch von den pädagogischen Fachkräften sie erneut zu besuchenhaben uns darin bestärkt, das Projekt auch im nächsten Jahr weiterzuverfolgen. Dass diese Konzeption einer kindgerechten Umsetzung entspricht, haben wir in der Evaluation auch von den pädagogischen Fachkräften erfahren. Beispielsweise äußerte sich eine Lehrerin dazu: 

„Das Thema selbst war schon sehr spannend und wurde im Workshop sehr spielerisch und fachlich gut umgesetzt.“

In diesem Sinne könnte DEP als eigenes Programm etabliert werden. Eine Möglichkeit ist die Zusammenarbeit mit den interkulturellen Zentren in Köln. Dadurch könnten langfristig Kinder erreicht werden, die bisher wenig Interesse an Politik haben und diese mit dem Thema vertraut machen.  

Wir hoffen, dass es die pandemiebedingte Entwicklung im kommenden Jahr ermöglicht DEP weiterzuführen und freuen uns auf den weiteren Austausch mit den Kindern.  

Eurer Team vom KinderRechteForum 

ÜBER DAS KRF

Das KRF ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Köln und setzt sich seit 2014 für die Verwirklichung von Kinderrechten ein. Der Fokus liegt dabei auf den Themen Demokratie, Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.  

Verfasserin

Lianara Dreyer  
Fachbereich Programme & Projekte  
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