Am 21. März 1960 gingen 20.000 Menschen im Township Sharpeville, in Südafrika auf die Straße. Sie demonstrierten gegen die Diskriminierung des Passgesetztes gegen Schwarze. Das Apartheid-Regime reagierte mit Polizeigewalt: 69 Menschen wurden getötet, darunter auch einige Kinder, weitere 180 Personen wurden verletzt. In darauffolgenden Protesten wurden tausende Demonstrant*innen verhaftet.  

Von der UN ausgerufen, wird seit 1966 jedes Jahr am 21. März an das sogenannte “Massaker von Sharpeville” mit dem “Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung” erinnert. In Südafrika wird dieser Tag heute als “Tag der Menschenrechte” bezeichnet.  

Auch in Deutschland werden jährlich Aktionen in den “Internationalen Wochen gegen Rassismus” von der Stiftung gegen Rassismus koordiniert. Zahlreiche Organisationen und Einrichtungen beteiligen sich jedes Jahr an den Aktionen gegen Antisemitismus, Antiziganismus, antimuslimischem Rassismus und Rassismus gegenüber Menschen anderer Hautfarbe und Flüchtlingen.  

Denn: Rassismus ist und bleibt allgegenwärtig. In Deutschland erleben Menschen immer noch täglich Diskriminierung aufgrund ihrer Kultur, Hautfarbe, Herkunft oder ihres Glaubens. Die Beratungsanfragen bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu Diskriminierung wegen ethnischer Herkunft oder aus rassistischen Motiven sind von 2019 bis 2020 sogar um 10% gestiegen.  

Auch die Reichweite der Black-Lives-Matter Proteste letzten Jahres, die weltweit von tausenden Menschen, darunter ein Großteil Kinder und Jugendliche, unterstützt wurden, zeigen den dringlichen Wunsch nach Gleichberechtigung und die Notwendigkeit von Veränderung.  

Denn Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf ein diskriminierungsfreies Leben, welches in der UN-Kinderrechtskonvention garantiert wird. Dort heißt es im ersten Absatz des zweiten Artikels:  

„Die Vertragsstaaten achten die in diesem Übereinkommen festgelegten Rechte und gewährleisten sie jedem ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Kind ohne jede Diskriminierung unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, einer Behinderung, der Geburt oder des sonstigen Status des Kindes, seiner Eltern oder seines Vormunds.“

Wir, das KRF (KinderRechteForum), fördern und unterstützen den öffentlichen Dialog über Rassismus, um einer Gesellschaft näher zu kommen, in der jedes Kind frei von Diskriminierung und rassistischen Vorurteilen aufwachsen kann. Wir solidarisieren uns mit den Opfern von Rassismus in Deutschland und weltweit und sagen ihnen unsere Unterstützung zu.  

Die Autor*innen

Paula Bachmann

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