KRF KinderRechteForum

THEMA DES PROJEKTS:

Die Siebtklässler der Gesamtschule haben an diesem Tag die Möglichkeit im Klassenverband an einem Workshop zum Thema „Engagementförderung“ teilzunehmen. Dabei werden ihnen die Grundzüge des Projektmanagements vermittelt.

HINTERGRUND UND ZIEL DES PROJEKTS:

Geleitet werden die Workshops von jeweils einer geschulten Person des KRFs, sowie einer geschulten Person von Ford. Bei den Workshop ist es uns wie immer sehr wichtig, dass die Jugendlichen bei ihrem Engagement so unterstützt werden, dass sie sich für die Themen stark machen können, für die sie sich besonders interessieren und mit denen sie sich beschäftigen möchten. Daher werden sie mit Anleitung der Workshopleitenden auch an diesem Tag selber Ideen entwickeln und im weiteren Verlauf an diesen Ideen in Kleingruppen arbeiten. Auch das Engagement der älteren Schüler soll gefördert werden. Nach dem Prinzip „Schüler helfen Schüler“ werden die Siebtklässler tatkräftig von der neunten Klasse unterstützt.

Im Anschluss an die Veranstaltung ist uns die nachhaltige und enge Betreuung der Jugendlichen sehr wichtig. Dafür werden wir ihnen ein Onlineportal zur Verfügung stellen, in dem sich alle jungen Menschen informieren, sowie Vorlagen für Projekt-, Marketing- und Finanzpläne herunterladen können.

BERICHT

Der Jugendgipfel fand am 20.09.2018 an der Gesamtschule Holweide statt. Er wurde vom KRF in Zusammenarbeit mit junge Stadt Köln e.V. veranstaltet. Der Jugendgipfel richtete sich an die siebten Klassen der Gesamtschule, insgesamt rund 250 Schüler.

Morgens zu Beginn der ersten Unterrichtsstunde fand eine Begrüßung durch die Geschäftsführerin des KRF Nora Kern und durch den Kooperationspartner Frank Liffers von junge Stadt Köln e.V. im Forum statt. Als erstes wurde eine Videobotschaft von 11WIEDU (Change Pop Aktivisten) an die Schüler der Gesamtschule gezeigt. Die Mädchen engagieren sich seitdem sie kleine Mädchen sind für eine bessere Welt.

Daraufhin wurde noch ein kurzes Video gezeigt, in welchem zu sehen war, wie Legosteine als Rampen für Rollstuhlfahrer genutzt werden können. Im Anschluss präsentierten zwei Schülerinnen ihr schulinternes Projekt “Lernen durch Engagement”. Dabei sind sie außerhalb ihrer Unterrichtszeit in sozialen Einrichtungen wie Seniorenheimen, KiTas und Grundschulen tätig geworden.

Im Anschluss ging es in die Klassenräume. Jede Klasse wurde von einem KRF-Mitarbeiter, einem Ford Motor Company Fund-Mitarbeiter und einem Neuntklässler begleitet. Außerdem waren die Klassenlehrer jeweils anwesend, welche sich jedoch eher im Hintergrund hielten.

Zunächst wurden Kennenlernspiele gespielt. Diese haben zum einen für eine lockere Atmosphäre gesorgt, zum anderen wurden Hemmschwellen zwischen Schüler und Leiter abgebaut. Die Spiele waren interaktiv; die Schüler liefen im Raum umher und jeder Einzelne war beteiligt.

Nach dieser Aufwärmübung begann ein erstes Brainstorming: Was ist Engagement überhaupt und wozu sollte man sich engagieren? Mit diesen Gedanken im Hinterkopf begann die erste Gruppenarbeitsphase: Jedes Team erarbeitete anhand eines globalen Problems, wie Engagement im eigenen Kreis aussehen kann. Die Themen waren Rassismus, Wassermangel, Kinderarmut, Ungleichheit zwischen Mann und Frau, Plastik im Meer und der Klimawandel; außerdem hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eigene Themenvorschläge einzubringen.

Nach einer kurzen Pause, die von den Leitern zum gegenseitigen Austausch und von den Schülern zum Austoben genutzt wurde, ging es weiter. Die Siebtklässler motivierten sich gegenseitig, konstruktive Lösungen für die Probleme zu finden, welche höchst aktuell sind und jeden Einzelnen von uns betreffen.

Nachdem die Ideen auf großen Plakaten festgehalten wurden tauschten sich die Kleingruppen im Plenum aus und probten für die große Präsentation im Forum, die abschließend stattfand. Auf der Bühne stellte je eine Kleingruppe pro Klasse ihre Ergebnisse vor und machte deutlich, wie sie sich in Zukunft engagieren möchte. Dabei kamen ganz unterschiedliche Ergebnisse heraus: eine Gruppe beispielsweise plant, Setzlinge auf dem Schulhof zu pflanzen und diese anschließend zu Bäumen heranwachsen zu lassen, um einen ersten Schritt gegen den Klimawandel zu unternehmen. Eine andere Idee bestand

darin, Rucksäcke produzieren zu lassen, welche ein Zeichen gegen Rassismus setzen sollen. Besonders positiv fiel bei den Präsentationen auf, wie konkret die Ideen bereits waren und welche Schritte als nächstes notwendig sind, um eine tatsächliche Umsetzung folgen zu lassen.

Damit die Ideen nicht aufgrund mangelnder Planung in Vergessenheit geraten werden Frank Liffers und Nora Kern der Schule bereits einige Tage später einen Besuch abstatten, um mit den Kindern Details zu planen und ggf. auch schon Ansprechpartner zu kontaktieren.

Im Anschluss an die Präsentation im Forum war die Veranstaltung beendet. Schüler und Workshopleiter füllten Feedbackbögen aus, um dem KRF Lob und Kritik auszusprechen, damit zukünftige Jugendgipfel optimiert werden können.

Der Jugendgipfel verfolgte das Ziel, Engagement bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Das KRF nennt als eine seiner drei Säulen die Förderung von Engagement und durch dieses Projekt wurde die junge Generation angesprochen. Insgesamt ziehen wir als Veranstalter für diesen Tag ein positives Resümee.

Wir haben erlebt, dass die Motivation für Engagement bei den Siebtklässler vorhanden ist, dieses jedoch zunächst einmal aktiviert werden muss. Wir bedanken uns sowohl bei der Gesamtschule Holweide, die uns tatkräftig unterstützt hat, als auch dem Ford Motor Company Fund und der Bürgerstiftung Köln, die uns finanziellen Rückhalt zugesprochen haben.

ZEITRAUM DES PROJEKTS:

Der Jugendgipfel fand am 20. September 2018 statt.

Unterstütze unsere Arbeit

Du möchtest unsere Arbeit unterstützen? Dann freuen wir uns über deine Spende! Nur dadurch ist es uns langfristig möglich, solche Projekte umzusetzen…

Deine Ansprechpartnerin

Nora Kern
Geschäftsführerin

KRF KinderRechteForum
c/o STARTPLATZ
Im Mediapark 5
50670 Köln

0221/999871-02

nk@kinderrechteforum.org